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Krankenhausreform im Realitätscheck – Gesundheitspolitischer Auftakt zum 33. Deutschen Krankenhaus-Controllertag

Die gesundheitspolitische Debatte hat in den vergangenen Wochen deutlich an Schärfe gewonnen. Steigende Ausgaben, strukturelle Defizite der gesetzlichen Krankenversicherung und gleichzeitig ein tiefgreifender Reformprozess der Krankenhauslandschaft sorgen für eine Situation, in der politische Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf die strategische Steuerung der Krankenhäuser haben.

Mit ihren jüngsten Vorschlägen hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eine neue Phase dieser Diskussion eingeläutet. Vor dem Hintergrund eines erwarteten Defizits der gesetzlichen Krankenversicherung in zweistelliger Milliardenhöhe stehen Maßnahmen im Raum, mit denen bereits im kommenden Jahr Einsparungen von rund 20 Milliarden Euro im Gesundheitssystem erzielt werden sollen. Diskutiert werden unter anderem strukturelle Anpassungen bei Leistungen, stärkere Eigenbeteiligungen sowie eine Neujustierung einzelner Finanzierungsmechanismen.

Diese Debatte trifft auf ein Gesundheitssystem, das sich ohnehin mitten in einer umfassenden Transformation befindet: Die Krankenhausreform mit Leistungsgruppen, neuen Planungsmechanismen und veränderten Finanzierungsstrukturen verändert die Rahmenbedingungen für Krankenhäuser grundlegend. Für Klinikleitungen und Controlling-Verantwortliche stellt sich damit mehr denn je die Frage, wie sich medizinische Versorgung, Wirtschaftlichkeit und strukturelle Anpassung künftig miteinander verbinden lassen.

Der 33. Deutsche Krankenhaus-Controllertag eröffnet deshalb bewusst mit einer gesundheitspolitischen Standortbestimmung. In der Auftaktsession treffen zentrale Perspektiven des Systems aufeinander.

Für die Krankenhäuser spricht Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Krankenhausgesellschaft. Er wird die Sicht der Klinikseite auf die aktuellen Reformvorschläge darstellen und einordnen, welche Chancen und Risiken sich daraus für die zukünftige Krankenhausstruktur und Finanzierung ergeben.

Die Perspektive der gesetzlichen Krankenversicherung bringt Daniela Teichert ein, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost. Aus Sicht der Kostenträger steht dabei insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Finanzierung der Versorgung langfristig stabilisieren lässt und welche Rolle strukturelle Veränderungen im Krankenhausbereich dabei spielen.

Damit setzt der DVKC gleich zu Beginn des Kongresses ein klares Signal: Krankenhaus-Controlling bedeutet heute mehr denn je, politische Rahmenbedingungen zu verstehen und in strategische Steuerungsentscheidungen zu übersetzen.

Die Auftaktsession bildet zugleich den thematischen Rahmen für den gesamten Kongress. In zahlreichen weiteren Sessions werden die Auswirkungen der aktuellen Reformagenda auf zentrale Steuerungsfragen vertieft: von Ambulantisierung und Hybrid-DRGs über neue Anforderungen an Daten- und Berichtssysteme bis hin zu Fragen der strategischen Positionierung von Krankenhäusern in einem sich verändernden Versorgungssystem.

Der Deutsche Krankenhaus-Controllertag ist damit nicht nur ein Forum für Fachthemen, sondern auch eine Plattform für Einordnung, Orientierung und Austausch in einer Phase tiefgreifender Veränderungen.

Wer verstehen will, wie sich Gesundheitspolitik, Finanzierung und Krankenhausmanagement in den kommenden Jahren entwickeln werden, findet auf dem 33. DKCT den richtigen Ort für Information, Diskussion und Networking.

Seien Sie am 28. und 29. April im Kongresshotel Potsdam am Templiner See dabei und diskutieren Sie die Zukunft der Krankenhaussteuerung mit.

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