Mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) und den Diskussionen um das Krankenhaus- und Gesundheitsversorgungsanpassungsgesetz (KHAG) stehen Finanzierung und Planung der Krankenhäuser in Deutschland vor grundlegenden Veränderungen. Während das KHVVG insbesondere auf eine stärkere Spezialisierung, Qualitätsorientierung und neue Finanzierungsstrukturen abzielt, verfolgt das KHAG die Intention, Planung, Leistungsstrukturen und Finanzierungssystematik stärker aufeinander abzustimmen und die Transformation der Krankenhauslandschaft politisch und organisatorisch zu flankieren. Für die Krankenhäuser bedeutet dies, dass sich Steuerungslogiken, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und strategische Entscheidungen künftig noch enger an neuen Planungs- und Finanzierungsmechanismen orientieren müssen. Damit rücken Fragen der Krankenhausfinanzierung und -planung stärker denn je in den Fokus des Managements und des Krankenhauscontrollings.
Genau dieser Fragestellung widmet sich eine zentrale Session des 33. Deutschen Krankenhaus-Controller-Tages. Am 29. April 2026 um 9:00 Uhr diskutieren führende Vertreter aus Praxis, Wissenschaft, Beratung und Kostenträgern über die Zukunft der Krankenhausfinanzierung und -planung. Moderiert wird die Diskussion von Andreas Weiß, Vorstand des DVKC und Mitgründer von ETS ConHealth.
Auf dem Podium vertreten hochkarätige Expertinnen und Experten unterschiedliche Perspektiven des Gesundheitswesens. Dr. Dirk Albrecht, Vorsitzender der Geschäftsführung der Contilia Gruppe, bringt die Sicht eines großen Krankenhausverbundes ein und berichtet aus der praktischen Umsetzung der Reform. Katrin Erk, ehemalige Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, beleuchtet die ökonomischen Herausforderungen der Maximalversorgung. Prof. Dr. Nils Crasselt, Vorstand des DVKC und Mitgründer von ETS ConHealth, ordnet die Entwicklungen aus wissenschaftlicher und steuerungsorientierter Perspektive ein. Ergänzt wird die Runde durch Robert Orsag, Prokurist der Beratungsgesellschaft CURACON, sowie Dr. Simon Loeser, Bereichsleiter Krankenhaus/Reha bei der AOK Rheinland/Hamburg, der die Sicht der Kostenträger einbringt.
Die Diskussion verspricht damit einen fundierten Blick auf die zentralen Fragen der kommenden Jahre: Wie verändert sich die Krankenhausplanung in Deutschland? Welche Rolle spielt die Finanzierungssystematik künftig für die Steuerung von Krankenhäusern? Und welche Anforderungen ergeben sich daraus für Management und Controlling?
Die Session bildet den Auftakt des zweiten Kongresstages und bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich frühzeitig mit den strategischen Herausforderungen der Krankenhaussteuerung auseinanderzusetzen.
